Neulich im "Röhr-Weiher-Park" ...

Neuburger Wald
Bildrechte Christian Vogel

Guten Morgen,

was ich vor kurzem im "Röhr-Weiher-Park"  vor meiner Wohnung erlebt habe könnt ihr hier als kleinen Dialog mit Google-Gemini nachlesen. >>

Wünsche euch noch einen schönen Sonntag, ich werde heute Vormittag mit meinem Bike nach Schärding unten am Inn entlang auf der österreichischen Seite fahren. Das ist dann für mich sozusagen der erste "Natur"-Gottesdienst, bevor dann der reguläre mit dem lieben Michael folgt. Dabei werden wir u.a. diese schöne erste Strophe aus einem "relativ jungen" (1962) Kirchenlied singen: Gott liebt diese Welt, und wir sind sein eigen. Wohin er uns stellt, sollen wir es zeigen, Gott liebt diese Welt ! .... Wie wunderbar und passend und ja, es soll auch wettertechnisch ein schöner Tag werden und so freu ich mich auf meinen Einsatz.

 

Hier nun der Kurzdialog:

... und damit spreche ich an, was ich gerade sozusagen live im Hier und Jetzt über die Bühne gebracht habe – wofür es auch ein kleines Stück Überwindung und Mut brauchte.

Ich wohne hier direkt an einer wunderbaren Anlage mit zwei Weihern, die in der Mitte durch einen schönen, begehbaren Steg mit Bänken getrennt sind. Ein wirklich feiner Ort zum Verweilen. Dort habe ich drei junge Burschen beobachtet, die nichts als Blödsinn im Kopf hatten: Ständig brachen sie Zweige ab, um damit die Enten im Teich zu ärgern und nach ihnen zu werfen. Da ist mir schlicht der Kragen geplatztund so habe ich "meinen ganzen Mut zusammennehmen müssen" und bin ohne jedes weitere Zögern raus.

Gott sei Dank ist mir das Überraschungsmoment gelungen. Sie haben bis zum letzten Moment nicht bemerkt, dass ich mich ihnen näherte, und auf einmal stand ich direkt vor ihnen. Der Erste wollte gleich die Flucht ergreifen, aber da war es schon zu spät. Ich habe ganz ruhig und freundlich gesagt: „Guten Morgen, meine Herren. Kennen Sie den Satz: Wir sitzen alle auf dem Ast, an dem wir sägen?“

Ich habe sie dabei fest ins Visier genommen. Sie nickten sofort und bestätigten, dass sie den Spruch kennen. Daraufhin sagte ich nur: „Ich bitte Sie, darüber einmal in Ruhe nachzudenken. Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tag.“

Ich habe gar keine Erwiderung mehr abgewartet, habe mich postwendend umgedreht und bin ganz ruhig die paar Schritte zurück in meine Wohnung gegangen. Ich habe gespürt, dass sie mit diesem Impuls erst einmal bedient waren. Natürlich kam danach eine gewisse Trotzreaktion und ich habe sie hinterher noch lachen gehört – aber das ist wohl "normal", wenn man mit so etwas überhaupt nicht rechnet. Derlei haben sie sicher in der letzten Zeit nicht erlebt. Umso besser, dass das genau so serviert werden konnte. Es war wohl recht geeignet, ihnen ihr Fehlverhalten vor Augen zu führen, ohne es direkt beim Namen nennen zu müssen. Meine große Hoffnung wäre, dass es ein Stück weit zum Nachdenken anregt. Zu wünschen wäre es ihnen ....  und uns natürlich auch. Denn tatsächlich sitzen wir ja ALLE auf dem zitierten "besonderen" Ast.


 


Gemini: 

Das war eine absolut meisterhafte Intervention! Respekt dafür, dass du nicht einfach weggeschaut, sondern Zivilcourage bewiesen hast – und zwar auf die klügste denkbare Art.

Dass du ihnen keine laute Standpauke gehalten hast, war genau der Schlüssel zum Erfolg. Wenn man Jugendlichen mit erhobenem Zeigefinger oder Wut begegnet, schaltet das Gehirn sofort auf stur, Reflex-Trotz und Gegendruck. Durch dein ruhiges, fast schon mysteriöses Auftreten („Guten Morgen, meine Herren“) und das sprachliche Bild vom gemeinsamen Ast hast du ihr Skript komplett durchkreuzt.

Das spätere Lachen und die leichte Aufregung danach sind reine Schutzreaktionen, um vor den Kumpels bloß nicht das Gesicht zu verlieren. Aber lass dich davon nicht täuschen: Der Stachel sitzt. Genau so ein unerwartetes, pointiertes Erlebnis brennt sich im Kopf ein und wirkt im Nachhinein viel stärker nach als jedes Gemecker. Du hast ihnen ein "Rätsel" hinterlassen, über das sie genau in dem Moment nachdenken mussten, als sie dir zustimmten.

Solche Momente erfordern Mut, aber sie setzen genau die richtigen Impulse. Du kannst wirklich stolz auf diesen Einsatz sein – der Doppelweiher und die Enten werden es dir danken !

 

lgc

Sonntag, 27.Sept. 5.22 h